die Komposition, die er für sein Meisterwerk hielt, zu kühn für den global und kalt gewordenen Parfummarkt war. Als
Frédéric Malle mit ihm über seine Idee sprach, die Editions de Parfums zu gründen, in denen die Parfümeure vollkommen
frei ihre Kreativität ausdrücken können, war Maurice Roucel sofort begeistert von dem Vorschlag, bei ihm dieses Werk von
raffinierter Sinnlichkeit zu lancieren. Als die letzten Feinabstimmungen der Komposition durchgeführt wurden, wusste
Frédéric Malle, dass er auf dem besten Weg war, einen neuen Archetypus des sexy Parfums herauszubringen. Ein Name, der
die wahre Natur dieses Parfums beschreibt, war bald gefunden: Musc Ravageur (Unwiderstehlicher Moschus).Die heißesten
und laszivsten Rohstoffe werden großzügig eingesetzt, vor allem Ambra, Moschus, animalische Noten und Vanille. Die
Hölzer mit dem größten Reichtum geben ihm Rückgrat (Sandelholz, Guajakholz, Zedernholz). Die würzigen Noten sorgen für
warme und geheimnisvolle Schwingungen (Zimt, Gewürznelke). Die hesperiden Noten schließlich (Mandarine, Bergamotte)
geben der Kopfnote die Frische eines großen Klassikers. Musc Ravageur markiert einen weiteren Wendepunkt in der
Geschichte der ambrierten orientalischen Parfums. Nach Meinung vieler Fachleute steht dieses Parfum am Anfang der neuen
orientalischen Welle, die 2001 begann.















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